Informationen für Ärzte, Therapeuten und Behörden:

Informationen für Ärzte, Therapeuten und Behörden: Sollten Sie für Ihren Klienten / Ihre Klientin eine professionelle ambulante psychiatrische Pflege in Erwägung ziehen, kontaktieren Sie mich bitte, ich komme gerne zu einem Informations- und Erstgespräch in Ihre Praxis oder Ihr Büro. Gemeinsam besprechen wir die pflegerischen Schwerpunkte und Zielsetzungen, sowie die therapeutische Ausrichtung. Es empfiehlt sich hierbei, für einen ersten Kontakt und Eindruck ebenfalls die Anwesenheit Ihres Klienten / Ihrer Klientin. Daraufhin erfolgt ein Erstgespräch zur psychiatrisch pflegerischen Bedarfsabklärung beim Klienten zu Hause. Diese dient als Grundlage für Ihre ärztliche Verordnung über die anschliessenden pflegerischen Interventionen. Somit ist die Kostenübernahme unserer Leistungen durch die Krankenkassen sichergestellt.  Mein  Angebot gilt derzeit für den gesamten Kanton Graubünden und St. Galler Rheintal.

Informationen für Institutionen:

Gerne unterstütze ich sie mit meiner hohen Fachkompetenz und langjährigen Berufserfahrung.

Meine Dienstleistungen stelle ich Ihnen gerne in folgenden Bereichen zur Verfügung:

•Beratung, Unterstützung und fachliche Hilfestellung innerhalb schwieriger psychiatrischer Fallbegleitung

•Psychiatrisch pflegerische Bedarfsabklärung für örtliche Gemeinde - Spitex Organisationen

•Klientenübernahme mit anschliessender Nachbetreuung nach stationären Aufenthalten

•Beratung, Unterstützung und fachliche Hilfestellung für Berufs - Kolleginnen und Kollegen

Kurz - Informationen zum neuen Erwachsenenschutzrecht:

Das neue Erwachsenenschutzrecht trat am 1.1.2013 in Kraft und ersetzte das veraltete Vormundschaftsrecht von 1912. Es will das Selbstbestimmungsrecht fördern und stellt dazu zwei neue Instrumente zur Verfügung. Mit einem Vorsorgeauftrag kann eine handlungsfähige Person ihre Betreuung und rechtliche Vertretung im Fall ihrer Urteilsunfähigkeit regeln. Zudem kann sie mit einer Patientenverfügung festlegen, welchen medizinischen Massnahmen sie im Fall ihrer Urteilsunfähigkeit zustimmt, oder eine Person bestimmen, die im Fall ihrer Urteilsunfähigkeit entscheidungsbefugt ist. Gesetzliche Vertretungsrechte berücksichtigen ferner das Bedürfnis der Angehörigen urteilsunfähiger Personen, ohne grosse Umstände bestimmte Entscheide treffen zu können. Weiter wird der Rechtsschutz der betroffenen Personen bei der fürsorgerischen Unterbringung ausgebaut.

Beistandschaften

Massgeschneiderte Beistandschaften:

Die behördlichen Massnahmen stellen das Wohl und den Schutz hilfsbedürftiger Personen sicher und sollen die Selbstbestimmung dieser Personen so weit wie möglich erhalten und fördern. Wenn eine volljährige Person ihre Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht mehr selber besorgen kann, prüft die KESB eine geeignete Massnahme. Diese wird erst dann angeordnet, wenn die Unterstützung der hilfsbedürftigen Person durch Dritte (Familie, andere Nahestehende, private oder öffentliche Dienste) nicht ausreicht oder von vornherein als ungenügend erscheint und auch keine ausreichende eigene Vorsorge getroffen worden ist.Jede behördliche Massnahme muss für die betroffene Person erforderlich, geeignet und angemessen sein. Die Kindes- und

Erwachsenenschutzbehörde (KESB) umschreibt die Aufgabenbereiche der Beistandschaft entsprechend den Bedürfnissen der betroffenen Person. Die möglichen Aufgabenbereiche betreffen die Personensorge, die Vermögenssorge oder den Rechtsverkehr. Die Beistandschaften können je nach Aufgabenbereich miteinander kombiniert werden. Je nach Art der Beistandschaft kann die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person für bestimmte Bereiche eingeschränkt werden.

Arten von Beistandschaften

Begleitbeistandschaft (nach Art. 393 ZGB):

Eine Begleitbeistandschaft wird mit Zustimmung der hilfsbedürftigen Person errichtet, wenn diese für die Erledigung bestimmter Angelegenheiten begleitende Unterstützung braucht. Die Begleitbeistandschaft schränkt die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person nicht ein.

Vertretungsbeistandschaft (nach Art. 394 ZGB):

Eine Vertretungsbeistandschaft wird errichtet, wenn die hilfsbedürftige Person bestimmte Angelegenheiten nicht erledigen kann und deshalb vertreten werden muss. Die betroffene Person muss sich die Vertretungshandlungen des Beistands oder der Beiständin anrechnen lassen. Falls nötig kann die KESB die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person einschränken. Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung (nach Art. 395 ZGB):Errichtet die Erwachsenenschutzbehörde eine Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung, so bestimmt sie die Vermögenswerte, die vom Beistand oder der Beiständin verwaltet werden sollen.

Mitwirkungsbeistandschaft (nach Art. 396 ZGB):

Eine Mitwirkungsbeistandschaft wird errichtet, wenn für bestimmte Handlungen der verbeiständeten Person jeweils das Einverständnis des Beistands oder der Beiständin eingeholt werden muss. Für die Rechtsgültigkeit dieser Handlungen ist dann sowohl die Zustimmung der verbeiständeten Person wie auch jene des Beistands oder der Beiständin notwendig. Die Handlungsfähigkeit wird von Gesetzes wegen entsprechend eingeschränkt.

Kombination von Beistandschaften (nach Art. 397 ZGB):

Die Begleit-, die Vertretungs- und die Mitwirkungsbeistandschaft können miteinander kombiniert werden.

Umfassende Beistandschaft (nach Art. 398 ZGB):

Eine umfassende Beistandschaft wird errichtet, wenn eine Person dauerhaft urteilsunfähig ist oder sich mit ihren Handlungen immer wieder gefährdet und deshalb in besonderem Ausmass hilfsbedürftig ist. Die umfassende Beistandschaft bezieht sich auf alle Angelegenheiten der Personensorge, der Vermögenssorge und des Rechtsverkehrs. Die Beiständin oder der Beistand entscheidet und vertritt die betroffene Person vollumfänglich. Die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person entfällt von Gesetzes wegen.

Patientenverfügung

In einer Patientenverfügung kann festgelegt werden, mit welchen medizinischen Massnahmen eine Person im Falle ihrer Urteilsunfähigkeit einverstanden ist und welche sie ablehnt. Sie kann auch eine Person bezeichnen, die im Fall der Urteilsunfähigkeit mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt die medizinischen Massnahmen besprechen und in ihrem Namen entscheiden soll. Sie kann dieser Person in der Patientenverfügung Weisungen erteilen.Die gesetzlichen Ausführungen betreffend Patientenverfügung, insbesondere auch die Formvorschrift, sind im neuen Erwachsenenschutzrecht (in Kraft seit 1.1.2013) unter Art. 370 - 373 ZGB festgehalten.

Die Patientenverfügung (nach Art. 370-373 ZGB)

Das Verfassen einer Patientenverfügung muss folgende Punkte enthalten:

•Jede urteilsfähige Person kann eine PV verfassen.

•Sie muss genaue Angaben zur Identität der betreffenden Person beinhalten.

•Das Erstellen einer PV ist ein höchstpersönliches Recht. Es ist ausgeschlossen, eine PV für eine andere Person zu verfassen.

•Die PV kann kurz und pauschal sein oder ausführlich und individuell gestaltet werden.

•Sie muss nicht zwingend von einem Arzt oder Notar beglaubigt werden, kann jedoch von Zeugen visiert werden.

•Allenfalls eine Vertrauensperson mit dem Vollzug / der Verfügung der PV beauftragen.

•Urteilsfähigkeit der betreffenden Person zum Zeitpunkt des Verfassens (evtl. Zeugen) sollte klar ersichtlich sein.

•Die PV ist grundsätzlich unbeschränkt gültig – Empfehlung ist jedoch: Die PV sollte alle zwei Jahre überprüft und mit Datum und Unterschrift erneuert werden.

•Übergeben Sie eine Kopie der PV Ihrem behandelnden Arzt sowie Ihren Vertretungspersonen.

•Beinhaltet detaillierte Angaben zur Vertrauensperson, die ermächtigt ist, im Namen des Verfassers zu handeln

•Hinweiskarte mit Angaben & Aufbewahrungsort der PV sollte in Ihrem Portemonnaie sein.

•Sollte gut auffindbar hinterlegt sein, zusätzliches Exemplar beim Arzt oder einer Vertrauensperson.

•Jede PV muss das Erstellungsdatum und die Unterschrift der verfügenden Person enthalten.•Beschreibt die persönliche Wertehaltung, Ausrichtung und Lebenseinstellungen.

•Macht Angaben darüber, in welcher Situation die PV zur Anwendung kommen soll.

•Erteilt Angaben über die Ziele innerhalb einer medizinischen Behandlung.

•Einwilligung zur Ablehnung spezifischer medizinischer lebensverlängernden oder begünstigenden Massnahmen•Sollte Angaben zu Entbindung vom Arztgeheimnis, Pflegeort, Begleitung, Sterberitual und Sterbeort beinhalten.

•Sollte klare und konkrete auf die medizinische Situation bezogene Angaben enthalten.

•Informiert über die Bereitschaft oder die Ablehnung zur Organspende.

•Beinhaltet Angaben zum Umgang mit dem Körper nach dem Tod (Autopsie, Beerdigungsort, etc.)Die PV ist für Ärzte rechtsverbindlich, ausser während der Sterbehilfe, oder bei Zweifel an der Urteilsfähigkeit zum Zeitpunkt des Verfassens, oder bei Verdacht auf zwischenzeitige Meinungsänderung.Form:Die Patientenverfügung muss schriftlich abgefasst, datiert und unterzeichnet sein. Dabei ist es egal, ob Sie das Dokument von Hand, mit der Schreibmaschine oder dem Computer schreiben. Sie können den Inhalt selber verfassen oder eine Mustervorlage benützen. Hinterlegung:Laut Gesetz sollten Sie auf Ihrer Versichertenkarte eintragen lassen können, wo Sie Ihre Patientenverfügung hinterlegt haben. Die behandelnden Ärzte wären auch verpflichtet, anhand der Karte zu prüfen, ob eine Patientenverfügung vorliegt. Leider funktioniert das technisch noch nicht überall. Am besten informieren Sie eine Vertrauensperson, wo das Dokument zu finden ist. Halten Sie den Hinterlegungsort und die Adresse der Vertrauensperson auf einem Kärtchen fest und führen Sie dieses stets bei sich, zum Beispiel im Portemonnaie.Verbindlichkeit:Alle urteilsfähigen Personen können eine Patientenverfügung schreiben. Ärzte müssen sich an die darin geäusserten Wünsche halten – auch dann, wenn sie eine andere Behandlung wählen würden oder die Angehörigen anderer Meinung sind. Wer zum Beispiel jegliche Bluttransfusion ablehnt, den müssen die Ärzte gegebenenfalls verbluten lassen. Die Ärzte dürfen die Patientenverfügung nur in zwei Fällen missachten: Erstens, wenn sie Ungesetzliches verlangt wie etwa aktive Sterbehilfe – also dass der Arzt eine tödliche Überdosis verabreichen solle. Zweitens, wenn begründete Zweifel bestehen, dass der Inhalt tatsächlich Ihrem Willen entspricht. Zum Beispiel, wenn Sie dazu genötigt wurden oder wenn sich die Wünsche nicht mehr mit späteren Äusserungen decken.Gültigkeit: Die Patientenverfügung ist sofort gültig und gilt unbefristet. Dennoch sollten Sie etwa alle zwei Jahre prüfen, ob der Inhalt noch Ihren Ansichten entspricht. Falls ja, datieren und unterzeichnen Sie die Verfügung erneut. Sie können Ihre Anordnungen auch jederzeit widerrufen. Es reicht, wenn Sie die Verfügung vernichten oder eine neue Verfügung schreiben.

Formulare Vorsorge/Patientenverfügungen